Fechten, Tanzen, Fallen
Der ausgebildete Schauspieler lernt über mehrere Jahre hindurch, sehr intensiv das Handwerk des Schauspielers mit allem was dazu gehört. Also Spiel, Tanz, Gesang, Sprechen, Fechten, Bühnentechnik und selbstverständlich den gesamten historischen Hintergrund - also eine fundamentale Ausbildung die ihn befähigt Theater zu spielen. Was in den Schulen jedoch nicht gelehrt wird ist die Fähigkeit des "natürlichen Spiels"; die Unbefangenheit einfach auf die Bühne zu gehen und loszuspielen. (damit ist nicht einfach nur die Improvisation gemeint - welche sehr wohl Teil der Ausbildung ist). Vielmehr ist bei zahlreichen "gelernten" Schauspielern zu erkennen, dass gerade zu angestrengt während des Spiels daran gedacht wird, wie es nun richtig gemacht - also so gemacht werden muss - wie es gelernt wurde.
Dem Profi wird im Training gezeigt, wie man die sehr oft vorhandene, verbissene Suche nach der Perfektion ablegt - wie man sich vom streng textbezogenen Spiel über den Weg der nonverbalen Antastung, die Kombination aus Sprache und Bewegung erleichtert. Dies immer nach dem Grundsatz "soviel Natürlichkeit wie möglich bei maximaler Beibehaltung der professionellen Ausbildung".
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