CeBisch - Theater-Konfliktlösunglive by KAUZIS
CeBisch/Theater/...

3. März 2009
 

Theater zur Lösung von Konflikten

Augusto Boal - nach dessen Methode wir vorrangig arbeiten - hat ein besonderes System aus erspielter Lösung von Konflikten geschaffen die wir in Seminaren und Vorträgen weitergeben.

Das Grundprinzip dabei ist gemäß der Aussage von Boal, dass es unsinnig, uneffizient, ja eigentlich unmöglich ist einen Konflikt durch Bereden zu lösen; die einzige sinnvolle Möglichkeit ist die Umsetzung der Unstimmigkeit über das Spiel herzustellen und in diesem, eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

Im Folgenden die grundsätzlichen Komponente eines Konfliktlösungstheater:

Die Spieler - Zu Beginn wird die konfliktträchtige Szene selbstverständlich vorgestellt. Dazu benötigt man Schauspieler - selbstverständlich jedoch keine ausgebildeten Profis sondern Menschen aus der Gruppe - die nach mehr oder weniger intensiver Vorbereitung - die Szene entwickeln/umsetzen/darstellen.

Das Publikum - Unter Publikum ist grundsätzlich genau das gemeint was üblicherweise als solches bezeichnet wird - Augusto Boal jedoch nennt seine Zuschauer - Zuspieler, was so gedacht ist, dass jeder aus dem Publikum in die Szene einsteigen - also mitspielen darf, ja soll.

Der Joker - Der Spielleiter. Er hat die Schlüsselfunktion im Konfliktlösungstheater. Er gibt einerseits den anfänglichen Darstellern die nötigen Informationen und Anweisungen für das Vorspielen der Szenen und animiert dann die "Zuspieler" zum Einsteigen in die Geschichte. Wichtig bei der Rolle des Jokers ist lediglich die Außenstellung niemals zu verlassen - also sich zu keiner Zeit dazu überreden zu lassen, selber in eine Rolle einzusteigen.

Der Ablauf

Begonnen wir stets mit einigen Aufwärmübungen die auch dazu dienen, dass sich die Gruppenmitglieder (sofern sie es noch nicht tun) kennen lernen und das "Gefühl" für das Spiel aufnehmen.

Nicht zuletzt dienen diese "warm up´s" auch dazu, Berührungsängste abzubauen - da es bei manchen Szenen unweigerlich zu Körperberührungen kommt. Theaterspielen kann im übrigen - wie es Boal stets betont - jeder. Unabhängig vom Alter und der Stellung des Einzelnen. 

Nach dem Aufwärmen wird in der Kleingruppe (etwa 3 bis 5 Personen) weitergearbeitet.

Jeweils eine beliebige Szene in der es zu einem Konflikt kommt wird erarbeitet. Im Anschluss werden die einzelnen Szenen vorgebracht.

Hier kommt nun der Spielleiter (Joker) zum besonderen Einsatz - er fordert die "Zuspieler" dazu auf in die Szene einzusteigen.

Grundsätzlich ist der Einstieg lediglich in der Rolle des Unterdrückten möglich; die Aufgabe des "Einsteigers" ist die Situation zu einem positiven Ende zu bringen. Den "Unterdrückten" aus seiner Situation zu befreien.

Nachdem die Szenen durchgespielt worden sind erfolgt eine abschließende Besprechung und eine gemeinsame Beendigung des moderierten Workshops.

Konfliktlösungstheater lässt sich vielseitig einsetzen und an beinahe jede Situation anpassen. Die Kosten für die Durchführung von Seminaren, Schulungen oder Aufführungen variieren je nach Programmwunsch, Teilnehmeranzahl, Veranstaltungsort und -dauer. Wir erstellen Ihnen jederzeit gerne einen Kostenvoranschlag (das Formular öffnet sich in einem neuen Browserfenster).

Konfliktlösung

Es ist nicht zielführend einen Konflikt zu bereden. Eine Lösung lässt sich nur finden indem man den Konflikt erspielt. weiterlesen

Themen