Die Umweltpädagogik, entstanden aus der Wald- und Erlebnispädagogik, war der erste Themenbereich von CeBisch/KAUZIS. Bereits 1990 wurden in Vorarlberg im Rahmen der Aktion "Grünes Vorarlberg" Elemente aus diesem spielbetonten Erleben der Natur eingebracht und fanden so großen Anklang, dass sich daraus in nur wenigen Jahren ein eigener Zweig entwickelte.
Neben dem Einsatz der "Methode nach Lambért"
wurden zahlreiche weitere Komponente in den Bereich Umwelt
eingebracht. Die Angebote von CeBisch reichen heute von
Unterricht, Ausbildung zu Wald- und Umweltpädagogen,
Unterrichtsmaterialien, Spielen bis hin zu den
überschreitenden Angeboten aus dem Theater- und
Literaturbereich in Form von Waldtheater und
Lese-Wald-Workshops.
Definition
Der Begriff Umweltpädagogik existiert erst seit etwa 20 Jahren. Er umfasst mehrere Bereiche die früher, zum Teil auch heute noch, als eigenständige Lehr- und Unterrichtsgebiete bekannt sind. Besonders die Wald- und Erlebnispädagogik ist überwiegend in die Umweltpädagogik eingegangen - da eine Beschränkung auf ein einzelnes Element des Großkomplexes Natur bzw. auf Aktionen in der Natur ohne den Einbezug all ihrer Komponente nicht identisch vermittelt werden kann.
Der Entwickler der Umweltpädagogik, Ing. MMag. Christof Bischof-Keckeis, selbst einer der Pioniere im Bereich der Waldpädagogik im deutschsprachigen Raum und erster Waldpädagoge in Österreich, hat sich bereits in den frühen 90ern von den klassisch reinrassigen außerregulären Unterrichtsbereichen distanziert und verband sämtliche umweltrelevanten pädagogischen Ansätze in der "Umweltpädagogik nach Lambért".
Die von uns angewandte Umweltpädagogik hat zudem große Teile der Spielpädagogik übernommen.
Die von uns angewandte Umweltpädagogik hat zudem große Teile der Spielpädagogik übernommen.
Was dieses neue Instrument nun genau ist, lässt sich sehr schwer beschreiben. Es gab und gibt zahlreiche Definitionsansätze die jedoch stets nur einen Teilbereich des Gesamten erfassten. Lambért - nach dessen Methode wir arbeiten -hat auf eine Definition im eigentlichen Sinne verzichtet. Er meint, dass Umweltpädagogik nicht definiert, nicht beschrieben, nicht katalogisiert - sondern erlebt werden soll.
Da in den letzten zehn Jahren jedoch eine klare Umschreibung nötig wurde - nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die "Methode nach Lambért" wie auch die Theaterpädagogik nun auch Einzug in die akademische Ausbildung genommen hat , wurde eine - ungewöhnliche - aber dafür treffende und kurze - Definition gefunden.
Nach Lambért ist die Umweltpädagogik weder Unterrichtsfach noch pädagogisches Instrument - sondern vielmehr ein (erleb- und fühlbarer) Zustand in einem stabilen und dennoch flexiblen Beziehungsdreieck zwischen Schüler, Pädagoge und fachlich versierten Personen.
Letztere wird bewusst sehr vage benannt - da bei Lambért, anders als es in vielen Waldpädagogenkreisen praktiziert wird - Umweltpädagogen nicht zwangsläufig eine Ausbildung aus dem Forst-, Umweltschutz- oder Biologiebereich benötigen. Solche Einschränkungen - wie sie besonders bei den österreichischen Waldpädagogen gerne gemacht werden - zeugen lediglich von Konkurrenzangst und mindern die Qualität der Arbeit immens.
Dieser Zustand - der sich am leichtesten in Form eines Dreiecks als stabilste geometrische Form - darstellen lässt - verdeutlicht recht klar, was unter Umweltpädagogik verstand werden soll:
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Dabei besteht vorerst eine starke
Beziehung zwischen L und S - also zwischen LehrerInnen
und SchülerInnen. Durch ein vorbereitendes Gespräch
zwischen L und U - den LehrerInnen und dem
Umweltpädagogen wird die Basis geschaffen.
An dieser Stelle wird abgeklärt welchen Teil des Stoffes, wie, in den umweltpädagogischen Unterricht einfließen soll. |
Im Unterricht selbst wird schließlich zwischen U und S - zwischen dem externen Umweltpädagogen und den SchülerInnen eine Verbindung hergestellt; stets begleitet von der vertrauten Lehrperson.
Aus diesen beiden Verbindungen entsteht somit die Umwelt (U - S) und die Pädagogik (L - S).
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