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11. Mai 2009
 Aus dem Garten für den Garten

Die von uns hier angeführten Materialien stellen nur eine kleine Auswahl der tatsächlich vorhandenen dar. Gerade im Bereich der biologisch-dynamischen Mittel werden die meisten kurzfristig hergestellt - nicht zuletzt auch, da es bei einigen dieser Wirkstoffe Voraussetzung ist, die Ausgangsmaterialien aus dem zu behandelnden Garten zu gewinnen.

Biologisch-Dynamische Mittel
Was bedeutet eigentlich "biologisch-dynamisch"? - Biologisch-dynamische Landwirtschaft ist heute ein recht weit verbreiteter Begriff, wenngleich die so arbeitenden Betriebe im Gesamten gesehen in der Minderheit sind.

Für uns bedeutet dies grundsätzlich ein Verzicht auf sämtliche chemischen Wirkstoffe und eine Rückkehr zu den alten Weisheiten. Vor der chemischen Revolution - die ja noch gar nicht so lange her ist - wurde ausschließlich mit biologischen Mitteln gearbeitet. Probleme - gerade bei der Gemüseanpflanzung gab es sicher auch schon, allerdings waren die Ausmaße derselben geringer.

So denke man zum Beispiel an unser heutiges Problem der Schneckenplage - es gab auch früher bereits Probleme durch Fraßschädlinge - allerdings fanden diese weniger Beachtung. Der Grund in diesem Fall ist einfach: Die Schnecken die früher dem Gärtner den Salat weggefressen haben, waren die relativ kleinen und weniger gefräßigen Tauschnecken - heute sind es die allseits bekannten großen roten Wegschnecken. Diese haben bei uns nicht ihr eigentliches Verbreitungsgebiet, sondern wurden aus Spanien eingeschleppt. Der einzige natürliche Feind den diese Tiere haben, ist die Sonne. Doch diese scheint bei uns zu wenig intensiv um das natürliche Gleichgewicht halten zu können.

Dies nur ein Beispiel für die geänderte Ausgangssituation mit der wir heute leben müssen.

Biologisch-dynamisch bedeutet für uns jedoch nichts anderes als auf chemische Stoffe - die ja auch die genutzten Pflanzen beeinträchtigen - zu verzichten und im Gegenzug mit selbst erstellten, natürlichen Mitteln zu arbeiten. So wie es für jede Krankheit ein Kraut gibt - gibt es auch für jeden Schädling oder für jede unerwünschte Pflanze eine Möglichkeit diese umweltschonend zu vertreiben, bzw. zumindest das Ausmaß auf ein erträgliches zu reduzieren.

Die Mittel - Im Prinzip gibt es gegen jedes unerwünschte Kraut und gegen jedes unerwünschte Tier eine geeignete Möglichkeit diese loszuwerden.

Viel wichtiger als die Bekämpfung selbst ist jedoch die richtige Einstellung zur Natur und deren Bestandteile. Es muss nicht jede Schnecke aus dem Garten verbannt werden - und auch nicht jede Pflanze die nicht auf unserem Speiseplan steht muss entfernt werden.

Auch beim Einsatz der Mittel soll immer der Leitsatz "Soviel wie nötig - so wenig wie möglich" angewendet werden. Gerade im Bereich der "Unkräuter" oder besser als "Beikräuter" bezeichnet - bewirkt das vollständige Entfernen dieser, in vielen Fällen eine geringere Ernte. Ein vollständig gejäteter Garten muss viel intensiver bewässert werden, die Bodenerosion ist ungleich größer - der Ertrag unterm Strich wird geringer.

Die Beikräuter bewirken nämlich auch eine positive Beeinträchtigung im Höhenwuchs der Nutzpflanzen sowie eine erhöhte Speicherung von Feuchtigkeit. Zudem sind zahlreiche Beikräuter - gerade im Bauerngarten - wertvolle Lieferanten von Heil- und Wildkräutern die dem Menschen zugute kommen können.

Das Prinzip - Grundsätzlich gilt - Gleiches mit Gleichem bekämpfen oder entsprechende Gegenspieler auszunutzen. Die Ausgangsbasis ist somit stets ein Tier oder eine Pflanze - je nach Größe der zu behandelnden Fläche - die entsprechende Anzahl der Individuen.

Aus diesen gesammelten Bestandteilen wird der Wirkstoff extrahiert. Das kann durch Verbrennung oder auch durch Herauslösen in Wasser oder Alkohol geschehen.

Die hierbei gewonnene Ursubstanz wird dann potenziert. Das heißt in einem geeigneten Trägerstoff - wieder Wasser oder Alkohol - jeweils im 10er-System, also ein Teil Wirksubstanz zu neun Teilen Trägerstoff, verschüttelt. Umso geringer die tatsächliche Konzentration schließlich ist - umso großer die Wirkung des so erhaltenen Stoffes.

Broschüren
Zu vielen Themen über Tiere und Pflanzen aus Garten und Wald haben wir Broschüren ausgearbeitet. Ein Großteil von diesen eignet sich nicht nur für die persönliche Weiterbildung sondern aufgrund der Aufmachung (Overhead-Folien, Übersichtstafeln, Anschauungsobjekte) auch für die Gestaltung von Schulunterricht u.ä.

So haben wir Anschauungsmappen über sämtliche bei uns häufig vorkommende Bäume, Sträucher und Tiere. Weiter Biotopbeschreibungen, Waldstufen und Sonderthemen wie zum Beispiel Symbiose, Schmarotzer, Nutzinsekten, etc.

Solche Materialien fertigen wir gerne auch zu Themen oder Themenbereich an die wir nicht standardmäßig im Programm haben.

 

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Respekt und Maß sind Grundvoraussetzung für den Umgang mit anderen Menschen aber auch mit sämtlichen weiteren Lebewesen. Selbst bei der Bekämpfung von "Schädlingen" dürfen diese Grundsätze nicht vergessen werden. weiterlesen

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